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Deutsch als Zweit- und Bildungssprache

Die Grundschule Kreyenbrück wurde im Schuljahr 2013/14 ausgewählt am Projekt DaZNet
teilzunehmen. Auswahlkriterium für die Teilnahme war ein erhöhter Anteil von Schülerinnen
und Schülern mit Migrationshintergrund und besondere Herausforderungen der Schule.
Viele Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kreyenbrück, Eltern und Großeltern sprechen
mehr als eine Sprache, bei vielen ist Deutsch die Zweitsprache. Neben dem sprachlichen
Reichtum gibt es auch eine Vielfalt von kulturellen und religiösen Strömungen aus dem
Sozialraum Kreyenbrück, die sich im Schulleben wiederfinden. Den besonderen Heraus-
forderungen des Sozialraums Kreyenbrück wird bereits seit vielen Jahren im Schullalltag
Rechnung getragen. Durch die Teilnahme am Projekt DaZNet als Netzwerkschule, können
unsere Erfahrungen auch anderen Netzwerkpartner zu Teil werden und unsere Schule
profitiert gleichermaßen von den Impulsen des Projektes.

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Im Folgenden möchten wir die Projektschwerpunkte und den Prozess ihrer Umsetzung an der Grundschule Kreyenbrück vorstellen:

Sprachbildung

„Deutsch lernen die meisten Kinder in Deutschland als Sprache der mündlichen Alltagskommunikation, bevor sie in die Schule kommen. Von Jahr zu Jahr erhöhen sich die sprachlichen Anforderungen, die erst der Kindergarten und dann die Schule an sie stellen. Die Kinder müssen zunehmend komplexere Texte verstehen und sie müssen sich selbst immer differenzierter ausdrücken. Die Sprachvariante, die in der Schule, aber auch in vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens und in der Berufswelt verwendet wird, wird „Bildungssprache“ genannt. Sie ist schriftnah und im Wortschatz und den Strukturen stark ausdifferenziert.

Besonders Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache und aus bildungsbenachteiligten Familien lernen die Bildungssprache nicht im häuslichen Umfeld. Sie können nur dann erfolgreich an schulischer Bildung teilhaben, wenn sie gezielt am Aufbau der Bildungssprache überstützt werden. Deshalb trägt jede Fach- bzw. Lehrkraft die Verantwortung für die Bildungssprache. Sie ist gehalten ihren Unterricht bildungssprachlich zu gestalten, auch in Geschichte, Mathematik oder Sport.“ (Schulverwaltungsblatt 1/2014, nichtamtlicher Teil/Thema des Monats S.33)

Durch die Sensibilisierung des Kollegiums für die Idee des sprachförderlichen Unterrichts, werden momentan bereits bestehende sprachförderliche Elemente der pädagogischen Praxis sichtbar gemacht und allen Kolleginnen und Kollegen multipliziert. Angeregt von Berichten der Arbeit anderer Netzwerkschulen auf den DazNet Netzwerkkonferenzen, wurden unter anderem Fibelwerke unter dem Blick des sprachförderlichen Unterrichts auf Fachkonferenzen gesichtet. Es ist geplant, die „Brille“ des sprachförderlichen Unterricht auch in andere Fachkonferenzen einzubringen.

Das Sprachförderkonzept unserer Schule soll hin zum integrativen Förderunterricht weitergedacht werden.

Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Kompetenz

Neben der konzeptionellen Erarbeitung eines sprachförderlichen Unterrichts, liegen weitere Schwerpunkte des DaZ-Net Projektes auf der Elternarbeit und dem Schulleben.

Daz-Net Schulen
• öffnen sich interkulturell,
• sehen individuelle Mehrsprachigkeit als Potential,
• entwickeln Erziehungs- und Bildungspartnerschaften kultursensibel.

Beispiele:
• Begrüßung der Eltern in verschiedenen Sprachen
• Elternbriefe in verschiedenen Sprachen
• Mehrsprachige kulturelle Aufführungen
• Zulassen, dass sich Kinder in ihrer Muttersprache unterhalten
• Herkunftsprachlicher Unterricht Kuridsch und Türkisch ( Kollegen Herr Akbas und Herr Aydin)
• Herkunftssprachliche Lehrkräfte sind Ansprechpartner für Eltern
• Im Rahmen der Teilnahme an dem Projekt „Spielen macht Schule“ wird ein Mal im Monat ein Spielnachmittag für Kinder und Eltern angeboten. Durch dieses sprachunbetonte Angebot sind alle Eltern eingeladen gemeinsam den Nachmittag zu „verspielen“.
• In enger Kooperation mit der Integrationsbeauftragten Frau Dr. Polat ist es uns möglich, Elterngespräche und Klassenkonferenzen mit Unterstützung kompetenter Dolmetscherinnen und Dolmetschern zu führen.
• Die Projektwoche der Schule soll in diesem Jahr unter dem Thema „Märchen aus aller Welt“ stattfinden. Wir hoffen auf die Mitgestaltung von vielen Eltern, die uns mit ihren Hintergründen aus „aller Welt“ helfen können.

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